1000. Projekt der UN-Dekade
"Bildung für nachhaltige Entwicklung"
v.r.n.l Prof. Gerhard de Haan, UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung", Norbert Reichel, Landesschulministerium NRW, Dr. Erich Embacher, Leiter Karl-Schiller-Berufskolleg, Heidrun Erdmann-Rapkay, Lehrerin Karl-Schiller-Berufskolleg, Mabel Rickes, Volker Lautenbach, beide Lehrer Karl-Schiller-Berufskolleg, Christian Bodach, Referendar Karl-Schiller-Berufskolleg, Lara Rentzsch, Özgür Senses und Julia Samm, Schüler des Kollegs. © DUK/ Studnar
Die Deutsche UNESCO-Kommission fördert mit der Auszeichnung bundesweit Projekte zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Die Themen der Dekade-Projekte sind vielfältig, es geht um Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit, um nachhaltiges Wirtschaften, Armutsminderung, den Schutz der Umwelt und des Klimas, um die Bewahrung der natürlichen Ressourcen und den fairen Handel. Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Auszubildenden, dass sich ihr Handeln auf das Leben der Menschen in anderen Regionen und auf zukünftige Generationen auswirkt.
"Berufliche Bildung ist dabei einer der wichtigsten Bereiche, um die Entwicklung zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu erreichen", sagte Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade. "
Das Karl-Schiller-Berufskolleg ist auf diesem Gebiet ein Vorbild.
Es macht seinen Schülern klar, dass es auf jeden Einzelnen ankommt."
Von Bio-Äpfeln bis zu Energiekosten im Lager
Das Karl-Schiller-Berufskolleg für die Ausbildung von Einzelhandelskaufleuten hat Lernmaterialien zum Themengebiet "Ernährung" entwickelt, die Klimaschutz und fairen Handel thematisieren. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren im Unterricht über Sinn und Unsinn von Bio-Äpfeln aus China und über nachhaltiges Konsumverhalten. Sie entwickeln Kompetenzen zum nachhaltigen Wirtschaften, indem sie Hintergründe über die Qualität von Materialien und Produkten erfahren. Sie lernen eine schlüssige Verkaufsargumentation für Öko-Fitness-Hörnchen und wie sie zu hohe Energiekosten im Lager vermeiden. "Wichtig ist, dass das Prinzip Nachhaltigkeit fest in die Ausbildung für den Einzelhandel verankert wird. Auch die Betriebe reagieren durchweg positiv auf die zusätzlichen Kompetenzen, die die Schüler mitbringen", so der Schulleiter des Karl-Schiller-Berufskolleg, Dr. Erich Embacher.Die Auszeichnung sei eine große Wertschätzung für die Anstrengungen vieler Schulen, junge Menschen fit für die Zukunft zu machen, sagte Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. "Nachhaltigkeit ist aus dem Profil einer zukunftsfähigen Schule nicht mehr wegzudenken."
Staatssekretär Dr. Alexander Schlink (r.) besucht auf der Bildungsmesse didacta den Stand der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Hier traf er auch Dr. Erich Embacher, Leiter des Karl-Schiller-Berufskollegs in Dortmund (2.v.l.). Die Schule wurde als 1000. Projekt der UN-Dekade (2005-2014) für ihre vorbildliche Arbeit ausgezeichnet. Foto: DUK/ Studnar
Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)" haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, dieses Bildungskonzept zu stärken. In Deutschland koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Umsetzung der UN-Dekade in Deutschland. Das Nationalkomitee, dem zahlreiche Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft angehören, wirkt als Mittler zwischen Initiatoren und Akteuren der Dekade. Weitere Informationen auf dem Internetportal der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission: www.bne-portal.de (gekürzt)
UNESCO zeichnet unser Berufskolleg aus
Ernst Tiemeyer, Leiter des Projektes eukona vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, sprach am Rande der Auszeichnung in Stuttgart von einem Ritterschlag für das Projekt: "Dieses Siegel der UNESCO macht die Ziele und Inhalte von eukona in ganz Deutschland sichtbar und bedeutet für alle Projektbeteiligten eine hohe Anerkennung ihrer Arbeit."
Die Projektziele umfassen die Erprobung neuer Lernkonzepte und die Förderung der Weiterbildung von Lehrkräften, Ausbildern und Dozenten sowie damit verbunden eine Qualitätssteigerung der europäischen Systeme der Berufsbildung im Bereich „Nachhaltiges Wirtschaften“. Dabei werden Lehr- und Lernkonzepte in der Ernährungsbranche des Einzelhandels pilothaft an den beteiligten Berufskollegs des Projektes umgesetzt und evaluiert. Am Karl-Schiller-Berufskolleg wird eukona seit dem Projektbeginn im März 2007 im Lebensmitteleinzelhandel erfolgreich praktiziert.
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