Karl-Schiller-Berufskolleg
Kaufmännische Zukunft gestalten
Vom Tonband bis zur Online-Recherche
FaMI-Klasse besuchte das Archiv des WDR in Köln

Die Berufsschulklasse FMU1 der Fachangestellten für Medien und Informationsdienste (FaMIs) besuchte am 12. Juli 2010 mit Klassenlehrer Ronald Gesecus das Archiv des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Schwerpunkt dieser Exkursion war die umfangreiche Sammlung an Tondokumenten, die beim WDR unter anderem für Radio- und Fernsehproduktionen genutzt werden.
FaMIs besuchen den WDRF
Durch die zahlreichen Bereiche des Sachgebiets „Dokumentation und Archive“ führte Ansgar Kuhn, ebenfalls Auszubildender zum FaMI in der Fachrichtung Information und Dokumentation beim WDR. Die erste Station der Besichtigung führte die Klasse in das Magazin, in dem mehr als eine halbe Million Tonträger in Form von Musik-CDs, Tonbändern und sogenannten DAT-Kassetten, lagern. Von aktueller Pop-Musik über Aufnahmen von klassischen Konzerten bis hin zu Mitschnitten von vollständigen Radiosendungen ist dort alles zu finden.

Weiter ging es mit der Digitalisierung, wo täglich hunderte von Musik-CDs und weitere Medien aus dem Magazin nach und nach in eine digitale Form gebracht und in eine riesige Datenbank eingespeist werden. Diese steht dann allen redaktionellen Mitarbeitern des WDR zur Verfügung, die diese Dateien für ihre Hörfunk- und TV-Produktionen verwenden können.
FaMIs besuchen den WDR
Damit sich die erzeugten Dateien auch schnell und einfach wiederfinden lassen, ist eine gute inhaltliche Erschließung mit so genannten Deskriptoren, also Schlagworten, notwendig, die das vorliegende Tondokument möglichst genau beschreiben sollen. Diese Aufgabe wird beim WDR von der Abteilung Dokumentation übernommen, in der auch FaMI Ansgar Kuhn tätig ist.
FaMIs besuchen den WDR
Am Schluss steht natürlich noch die Möglichkeit zur Recherche, denn die Mitarbeiter des WDR haben mithilfe der Datenbank „Archimedes“ Zugriff auf alle digitalen Medien, die sich im riesigen Archiv des WDR finden lassen, natürlich nicht nur Tondokumente, sondern auch Videos und Pressartikel. Falls mal etwas nicht sofort zu recherchieren ist, steht eine Reihe kompetenter Mitarbeiter den Redakteuren hilfreich zu Seite. So endete der Besuch des Westdeutschen Rundfunks auch in diesem Bereich des Archivs. Alle Beteiligten konnten damit einen guten Einblick in das Geschehen einer so wichtigen und umfangreichen Mediensammlung bekommen und das Interesse war auch bei den Azubis in anderen Fachrichtungen als Archiv oder Information und Dokumentation sehr groß.

Alexander Willich